Wie schlecht doch stünd's um Stand und Land, wär' nicht der wichtige Bauernstand, der täglich seine Kraft verwendet, und uns die gute Nahrung spendet, der hackt und häufelt, pflügt und düngt, bis ihm die goldene Ernte winkt.  Es ist fürwahr kein leichtes Los, jahraus, jahrein dem dunklen Schoß der Erde zu vertraun die Saat. Drum gilt auch noch in jedem Staat der Bauernstand, der Bauernfleiß, und jeder zollt ihm Ehr und Preis. So wollen wir denn heute auch nach gutem, altem Zimmererbrauch auf diesem neuen Bauernhaus den Richtbaum pflanzen hoch hinaus. Das, was der Meister ausgedacht, von den Gesellen ist vollbracht. So wünsch ich denn dem Bauherrn heut Gesundheit und Zufriedenheit, - ein braves Weib, 's ist Goldes wert, wie uns ja schon die Bibel lehrt, und brave Kinder, brav' Gesind, die flink und rasch zur Arbeit sind. Im Pferch und Stall das liebe Vieh, es soll gedeihen hie und hie! Not, Ärger, Leid und Ungemach mög' ferne bleiben diesem Dach! Und wenn die goldene Ernte winkt, im Sonnenschein die Sicher blinkt, dann mög' der Garben lange Reih'n ihm Lohn für seine Mühe sein! Hoch rufe ich's vom aien aus: Gott segne dieses Bauernhaus, er schütze es vor Sturm und Feuer und fülle Jahr für Jahr die Scheuer. Ich ruf, mein Gläschen in der Hand, ein Hoch dem Bauern- und Handwerksstand!

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